Editorial | Herbst 2026

Alles hat ein Ende, nur der Herbst hat zwei.

Das war's! Die Sommersaison ist um. Bald schon erinnern wir uns gern zurück, an lange Tage auf hohen Gipfeln. Für mich aber ist die schönste Jahreszeit nicht einfach nur der Bergsommer, sondern jene Jahreszeit, die ich am längsten nicht mehr erleben durfte. Und so lässt sich der scheidende Sommer aus zwei Perspektiven betrachten: Als Ende der hellen, warmen Jahreszeit. Aber auch, als Beginn neuer Abenteuer, in der bunten Vielfalt des Herbstes. Eben alles Ansichtssache!


Es tut gut einmal die Perspektive zu wechseln. Dinge, über welche wir uns ansonsten den Kopf zerbrechen, erscheinen dann plötzlich nichtig und klein. Das Leben der Jahrhundertkletterin Maria Kittl zeigt dies auf wahrlich eindrucksvolle Weise, im Portrait in dieser Ausgabe.


Der Herbst bietet außerdem noch die Möglichkeit die Klettersteige der Alpen kennenzulernen. Moderne Klettersteiganlagen suchen immer neue, spektakulärere und schwierigere Linien. Es lohnt aber auch, auf die Ursprünge dieser alpinen Spielart zu schauen: Nach Frankreich, in die Schweiz und nach Österreich. Viele der historisch bedeutsamen Routen sind auch heute noch begehbar. 


Wie der Herbst den Wechsel der Jahreszeiten andeutet, so stehen auch die Alpen im Wandel. Der Schweizer Fotograf Rainer Eder treibt mit der „Pushing Boundaires“ Serie diesen Gedanken auf die Spitze – und verbindet Alpinismus mit industriellen Fotospots. Die Ergebnisse und weitere seiner Werke sind in der Rubrik Hinter der Linse zu sehen.


Und für alle, die sich dennoch nicht vom Sommer verabschieden können: Es bleibt genug Zeit zum Gravelbiken in den Ammergauer Alpen, zur Umsetzung einer eindrucksvollen Etappen- oder Hüttenwanderung. Zum Erleben des Tiroler Lechtals. Und für Fotografen ist der Herbst ohnehin die schönste Jahreszeit. Also viel Spaß auf den folgenden Seiten, zwischen bunten Blättern, ober- oder unterhalb der Schneefallgrenze.


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Benni Häfner

Redaktion

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